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   GESCHICHTE DES TORHAUSES

Nachdem 1764 die Schleifung (der Abbruch) der Befestigungsanlagen der Stadt Münster begann, wurde Johann Conrad Schlaun (1695-1773), der Baumeister des Residenzschlosses, mit der Neugestaltung des Befestigungsringes beauftragt. Nach dem Tode Schlauns führte Wilhelm Ferdinand Lipper (1733-1800) die weitere Planung für die Gestaltung des Ringes (der heutigen Promenade) sowie der Gräben und Stadttore weiter.

Das nordöstliche Torhaus am Neutor, in dem sich jetzt die Geschäftsstelle des Stadtheimatbundes befindet, wurde 1778 als Wachthaus errichtet. Das Neutor hieß ursprünglich Maxtor, benannt nach Max Franz v. Habsburg, Fürstbischof von Münster. Von der ehemaligen Gesamtanlage des Maxtores (Neutor) sind nur noch die Torhäuser erhalten geblieben; sie stehen spiegelbildlich zueinander und sind in der gleichen Art ausgeführt.

Die Straßenfassaden wurden aufwendig mit Portikus, Mitteleingang und Lisenen mit Fugenschnitt gestaltet. Der Portikus ist im frühklassizistischen Stil, mit vier glatten Säulen mit Entasis, Sockeln und dorischen Kapitellen, die ein Gebälk tragen, und einem Dreiecksgiebel ausgestattet. Ein kräftiges, mehrfach profiliertes Kranzgesims läuft um den gesamten Bau. Alle Fenster- und Türgewände sind aus Sandstein gearbeitet. Dadurch ergibt sich ein Kontrast zwischen gelbem Sandstein und rotem Backstein.

Das südwestliche Torhaus (Neutor 1, früher Hindenburgplatz 75) wurde als Torschreiberei genutzt; das nordöstliche (Neutor 2, früher Hindenburgplatz 78) als Wachthaus. Darin befand sich eine militärische Wache, mit der 1891 die Hauptwache im Stadtweinhaus vereinigt wurde. Sie ist 1918 aufgelöst worden.

In den Jahren 1945 bis 1966 befand sich im Torhaus die Druckerei Tumbrink. Danach waren Dienststellen der Finanz- und Zollverwaltung darin untergebracht. In den Jahren von 1981 bis 1997 wurde das Haus für Ausstellungen vom Fachbereich Design der Fachhochschule Münster genutzt. Anschließend stand das Gebäude leer.

Seit 2004 ist der Stadtheimatbund Münster e.V., der 35 Heimat- und Geschichtsvereine vertritt, Mieter des Torhauses. Der Stadtheimatbund hat das Torhaus durch ehrenamtlichen Arbeitseinsatz seiner Mitglieder, Handwerker- und Sponsorenleistungen sowie mit finanzieller Unterstützung der NRW-Stiftung und der Stadt Münster in den Jahren 2004/2005 saniert und grundlegend restauriert. Der Stadtheimatbund nutzt das Haus als Geschäftsstelle sowie für Veranstaltungen, Vorträge, Ausstellungen und Tagungen. Das Torhaus des Stadtheimatbundes befindet sich in städtischem Eigentum, während das gegenüberliegende Torhaus (Neutor 1) in Privatbesitz ist.

Die beiden Torhäuser sind neben dem Torhaus am Mauritztor die einzigen von ehemals elf noch erhaltenen klassizistischen Torhäuser Münsters. Sie stehen wegen ihrer besonderen Bedeutung unter Denkmalschutz.

 

13ner

Druckerei

Winter

gemalt

Weitere Informationen zu Torhaus und Neutor können Sie hier als Dokument herunterladen.